Glossar
U-Wert
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme pro Sekunde durch einen Quadratmeter Bauteil fließt — je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmwirkung. Einheit: W/(m²·K).
Typische U-Werte — was ist gut?
Als grobe Orientierung (zur Prüfung): GEG-Mindestanforderung Außenwand: 0,24 W/(m²·K). Effizienzhaus 55: typisch 0,14–0,18 W/(m²·K). Passivhaus: unter 0,10 W/(m²·K). Ein Einfenfenster aus den 1980er Jahren hatte oft 5,0 W/(m²·K) — modernes Dreischeibenglas liegt bei 0,5–0,7 W/(m²·K). Fenster sind häufig die größte Wärmebrücke an der Gebäudehülle.
Wie hängt der U-Wert mit Heizkosten zusammen?
Ein niedrigerer U-Wert bedeutet weniger Wärmeverlust und damit niedrigere Heizkosten — aber nur, wenn die Dämmung auch wirklich lückenlos ausgeführt ist. Wärmebrücken (schlecht gedämmte Ecken, Fensterstürze, Balkonauskragungen) können den rechnerischen U-Wert im realen Betrieb weit übertreffen. Die Holzständerbauweise minimiert Wärmebrücken strukturell.
U-Wert und Energiestandard
Der Energieausweis weist den Primärenergiebedarf aus, der U-Wert ist nur einer der Eingangsparameter. Für die KfW-Förderung zählt der Gesamtnachweis (Energieberechnungsnachweis nach GEG), nicht einzelne Bauteilwerte. Trotzdem: wer bei der Bemusterung zwischen Fensterqualitäten wählt, wählt indirekt auch seinen U-Wert.
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