Glossar
Holzständerbauweise
Holzständerbauweise ist ein Wandsystem aus senkrechten Holzpfosten (Ständern), zwischen die Dämmung eingebracht wird — leicht, schnell aufzustellen, baubiologisch unbedenklich und die Standardbauweise moderner Fertighäuser in Deutschland.
Aufbau einer typischen Holzständerwand
Eine moderne Außenwand in Holzständerbauweise besteht aus mehreren Schichten: Innenverkleidung (Gipskarton oder Holzwerkstoff), Dampfbremse, Ständerwerk mit Zwischendämmung (z. B. Zellulose oder Holzfaser), Außendämmung (z. B. Holzfaserplatte), Fassadenschicht. Zusammen ergeben sie U-Werte zwischen 0,12 und 0,18 W/(m²·K) — weit unter den gesetzlichen Anforderungen.
Vorteile gegenüber Massivbauweise
Die Holzständerbauweise hat eine deutlich bessere Ökobilanz als Beton oder Ziegel: Holz bindet CO₂, das Gewicht ist gering (weniger Fundament nötig), und die Wanddicke bei gleichem U-Wert ist kleiner als bei Porenbetonsteinen. Zudem ist die Trockenbauweise witterungsunabhängiger — ein Vorteil bei der kürzeren Bauzeit von Fertighäusern. Mehr zu diesem Unterschied unter Fertighaus.
Langlebigkeit und Pflege
Richtig konstruiert und gegen Feuchte geschützt hält ein Holzständerhaus problemlos 80–100 Jahre. Die entscheidende Bedingung: diffusionsoffener Wandaufbau, damit kein Wasserdampf in der Konstruktion kondensiert. Alle Häuser von Fichtelgebirgs-Haus werden in dieser Bauweise errichtet — mehr zu den konkreten Modellen unter Modelle.
Verwandt: diffusionsoffen · u-wert · fertighaus
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