Glossar
Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe entzieht der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Umgebungswärme und macht sie für Heizung und Warmwasser nutzbar — mit einem Kilowatt Strom erzeugt sie typischerweise 3–5 Kilowatt Wärme (COP-Faktor).
Luft-Wasser, Sole-Wasser, Wasser-Wasser — welche ist die richtige?
Luft-Wasser-Wärmepumpe: Wärme aus der Außenluft, kein Erdaushub nötig, am einfachsten zu installieren — heute der Standard bei Neubauten. Effizienz sinkt leicht bei sehr kalten Außentemperaturen (unter –5 °C), bleibt aber auch dann wirtschaftlich. Sole-Wasser (Erdwärme): gleichmäßigere Effizienz ganzjährig, aber Bohrung oder Fläche für Erdkollektor nötig. Wasser-Wasser: höchste Effizienz, setzt geeignetes Grundwasser voraus.
Warum Wärmepumpe und Effizienzhaus 55 zusammenpassen
Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten bei niedrigen Vorlauftemperaturen (35–45 °C) — ideal für Fußbodenheizung. Ein gut gedämmtes EH-55-Haus benötigt ohnehin niedrige Vorlauftemperaturen, weil der Wärmeverlust gering ist. Die Kombination senkt die Betriebskosten deutlich. Auch für die KfW-Förderung ist eine Wärmepumpe im Neubau heute oft Pflicht oder zumindest Voraussetzung für höhere Zuschüsse.
Laufende Kosten realistisch einschätzen
Die Betriebskosten hängen vom Strompreis und der Jahresarbeitszahl (JAZ) ab. Eine JAZ von 3,5 bedeutet: für 1 kWh Strom erhalten Sie 3,5 kWh Wärme. Bei einem Strompreis von 0,30 €/kWh kostet eine kWh Wärme damit rund 0,086 € (zur Prüfung). Konkrete Zahlen für Ihr Modell besprechen wir gerne — Kontakt aufnehmen.
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